Warum gibt es den Väteraufbruch?

Jedes Jahr müssen in Deutschland ca. 230.000 Kinder unter einer Trennung der Eltern leiden. Dabei werden 150.000 Kinder zu Halbwaisen, weil es in Deutschland möglich ist, Vätern den Kontakt zu ihren Kindern zu verwehren.

Allen Kindern beide Eltern!

Pressemitteilung Kinderrechte im Fokus

Vertreter des Vereins Väteraufbruch für Kinder e.V. sprachen 7. Juli 2021 im Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung des Freistaates Sachsen in Dresden vor.

In einem konstruktiven Gespräch wurde die Möglichkeit der Entwicklung eines vom Verein vorgeschlagenen "Leitbildes für die sächsische Familienjustiz" vorgestellt. Wenngleich die Umsetzung eines solchen Leitbildes durch die Vertreter des Staatsministeriums der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung als problematisch angesehen wurde, fanden die aufgeworfenen Problemfelder Gehör. Auch das Staatsministerium der Justiz und für Demokratie, Europa und Gleichstellung wirbt für ein zeitgemäßes Kindschaftsrecht. Ein weiterer Austausch ist vorgesehen.

Der Verein Väteraufbruch für Kinder e.V. setzt sich seit Jahrzehnten für die Rechte der Trennungskinder ein. Allzuoft verlieren sie Kontakt zu einem Elternteil und dessen Familie. Meist sind es die Väter, die keinen oder zu wenig Umgang haben. Ein weiterer Diskussionspunkt waren die Anhörungen von Kleinkindern vor Gericht, die sich aus Vereinssicht traumatisierend auf die Kinder auswirken können, da im Vorfeld der Prozesse hochmaligne Trennungseltern regelmäßig psychische Gewalt ausüben, damit die Kinder sich dann für den Wunschpartner entscheiden. Demgegenüber steht die Tatsache, dass in Ländern mit einem gesetzlich festgeschriebenen Wechselmodell die Zahl der Rechtsstreitigkeiten deutlich abnimmt und Gerichte entlastet werden. Davon ist Deutschland weit entfernt, und der politische Wille bei allen großen Parteien zu Änderungen der Gesetzlage fehlt.

i.V.

Olaf Walther

Dr. Birk Engmann